Ich glaube allmählich, ich hätte alle Chancen auf diesen Titel!
Nachdem mein Kahnbein letzte Woche Freitag als verheilt bezeichnet und mir vom Orthopäden eine folgenlose Ausheilung versprochen wurde, habe ich mir einen Tag später den kleinen Finger an der gleichen Hand gebrochen (beim Wäscheaufhängen!!!).
In der Klinik sagte die Notärztin etwas von "Morbus Sudeck". Wenn man darüber im Netz liest, weiß man, was man nie haben möchte. Langwierig, schmerzvoll, oft nicht heilbar und zur Invalidität führend. Mein Orthopäde machte am Dienstag auch ein sorgenvolles Gesicht. Ich kriege jetzt Ibuprofen 600 dreimal täglich und Karil Nasenspray. Schmerzen habe ich keine (ein gutes Zeichen, hoffentlich bleibt es so). Die Hand sieht leicht deformiert aus, dies kann aber auch am gebrochenen Finger liegen. In jedem Fall ist sie sehr geschwollen - und wieder mal eingegipst, was dem Sudeck, wenn es einer wäre, schädlich ist. Das Röntgenbild in der Klinik zeigte eine merkliche Entkalkung, die auch typisch ist, dies kann aber auch von der langen Inaktivität herrühren.
Am Freitag hatte ich erstmals Lymphdrainage, was ich als sehr angenehm empfand. Ich hoffe, dass dies alles nur ein böser Traum ist, ich habe keine Lust auf Schmerztherapie, Nervenblockaden und jahrelange Behandlungen. Ein Jahr muss man mindestens rechnen beim Sudeck, bei ungünstigen Verläufen noch länger, ggf. lebenslang. Aber mir wird das nicht passieren!!!
Samstag, 10. Juli 2010
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