110 Folgen, keine Folge ohne Zusammenhang, eine der spannendsten Sci-Fi-Serien überhaupt - ich habe sie gesehen. Heute mußte ich mir bei Sheridans Tod glatt ein paar Tränchen herausdrücken.
Nun ja - wie fand ich die Serie? Sie war teils sehr spannend, an einigen Wochenenden war es sogar ein richtiger Marathon, weil ich nicht aufhören konnte, und trotzdem ... fand ich Star Trek, insbesondere Deep Space Nine, was ja vergleichbar ist, spannender.
Der Macher der Serie sagte einmal, dass er nicht glaube, dass die Menschen sich ändern, und es keine Kriege mehr gäbe. Das glaube ich auch nicht wirklich, aber das ist auch bei Deep Space Nine kein Thema. Die wunderbare Welt von morgen wird nur in Next Generation thematisiert.
Ntürlich mußte man sich ein wenig an das andere Universum gewöhnen, die anderen Außerirdischen, statt Klingonen, Ferenghi und Vulkanier gab es nun Centauri, Narn, Drazi, Minbari, Vorlonen. Das fiel mir nicht schwer, denn die meisten Botschafter (und dies im wahrsten Sinne des Wortes) waren sympathisch. Insbesonder G'Kar, den Narn-Botschafter, schloss ich schnell in mein Herz. Die Minbari-Botschafter Delenn hingegen, wohl als gute Seele der Serie gedacht, nervte sehr schnell mit ihrer Gutmenschenart. Sie heiratete dann auch den zweiten Captain der Serie, John Sheridan (dargestellt von "Lee Stetson", Bruce Boxleitner). Die beiden machten die fünfte Staffel zwar nicht unerträglich, aber sehr unattraktiv für mich.
Viele sagen, dass erst mit John Sheridan die Spannung in die Serie kam, und der erste Commander der Station, Jeffrey Sinclair, eine Schlaftablette war. Das sehe ich nicht so, ich fand Sinclair sehr sympathisch. Sehr gut auch Susan Iwanova, den ersten Offizier der Station, sie nervte nie, auch Michael Garibaldi, den Sicherheitschef der Station, mochte ich. Eine verkrachte Existenz, aber trotzdem nicht unsympathisch. Die Telepathen-Geschichten fand ich immer extrem uninteressant, daher mochte ich weder Talia Winters noch Lyta Alexander sonderlich. Sehr gern mochte ich die Attachés der Botschafter: Vir Cotto, das Gewissen des listigen Centauri-Botschafters Londo Mollari und Lennier, der Minbari-Attaché, der in der vorletzten Folge John Sheridan nicht half, so dass er fast umgekommen wäre. Das fand ich ein wenig unpassend, paßte aber trotzdem irgendwie zur Serie und machte die 5. Staffel - trotz der Sheridan-und-Delenn-Geschichte - gemeinsam mit Lytas Abgründen und Londos Wandlung - glaubwürdig.
Was ich lächerlich fand: in der letzten Folge der 4. Staffel wurde mal eben die interstellare Allianz (Delenns Idee) aus dem Boden gestampft (die Gründung fand in einer Art kleinem Wohnzimmer statt, und es waren fast nur Leute von Babylon 5 da), John Sheridan wurde als Präsident benannt (klar, wer sonst - obwohl es logisch war und die Entscheidung nachvollziehbar war). Obwohl ganz offensichtlich war, dass diese Allianz nicht sonderlich wichtig genommen wurde, wurde Sheridan ständig als "Mr. President" angesprochen, ein anderer Captain wurde auf Babylon 5 eingesetzt (Sheridans Exfrau, die ihn natürlich ständig siezte, genau wie er sie, es fiel nie ein persönliches Wort!) - und in der fünften Staffel wurde natürlich Susan Iwanova von Delenn als Ranger Nr. 1 eingesetzt. Vetternwirtschaft par excellence. Es hat sich wirklich nichts geändert ;-))
Wie gesagt, es war eine sehr spannende Sci-Fi-Serie, aber sie kann Deep Space Nine nicht das Wasser reichen. Trotzdem fand ich sie im großen und ganzen klasse.
Sonntag, 28. März 2010
Geschafft!
Am Freitag war es soweit: das projektarbeitsbezogene Fachgespräch stand an. Leider war ich in der falschen Gruppe, der Prüfungsausschuss, vor dem ich meine Prüfung ablegte, war bei weitem nicht so gut drauf wie der andere. In meinem war ich noch die Beste, im anderen ging niemand unter 88 Punkten nach Hause - ich habe magere 83 (okay, es ist immer noch eine zwei), die sich noch auf 81,5 reduzieren könnte, weil die offenbar noch nicht einmal wußten, wie sich die Punkte berechnen. Ich war wirklich ein wenig enttäuscht, muss aber zugeben, dass ich im großen und ganzen wirklich zufrieden sein kann, wenn man den Gesamtverlauf des Lehrgangs betrachtet.
Nun ja, damit gingen fast 17 Monate Lehrgangszeit zu Ende, und irgendwie ist die Erleichterung oder Freude darüber noch nicht angekommen.
Nun ja, damit gingen fast 17 Monate Lehrgangszeit zu Ende, und irgendwie ist die Erleichterung oder Freude darüber noch nicht angekommen.
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